CDU-Chef Friedrich Merz hat die Menschen in Deutschland vor dem Hintergrund der starken Preissteigerungen auf einen Verlust an Wohlstand eingestellt. „Wir haben wahrscheinlich – jedenfalls für eine gewisse Zeit – den Höhepunkt unseres Wohlstandes hinter uns. Es wird schwieriger“, sagte Merz am Sonntagabend im ARD-Bericht aus Berlin. „Wir werden auch das ein oder andere uns nicht mehr leisten können. Das wird für eine bestimmte Zeit so sein.“ Das müsse nicht nur der Oppositionsführer sagen. „Das sollte auch der Bundeskanzler sagen, der es weiß“.

Merz betonte, die Politik könne nicht jeden Schaden ausgleichen und nicht jede Teuerung mit staatlichen Mitteln kompensieren. Es gebe aber Bevölkerungsgruppen, denen man gezielt helfen müsse. Als Beispiel nannte Merz kinderreiche Familien mit wenig Einkommen. Auch brauchten die Tafeln Hilfen. „Aber es wird für die normale Familie, auch für viele im Land, teurer werden.“

Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) äußerte sich zuletzt zu den Folgen der starken Preissteigerungen in Bezug auf den Krieg in der Ukraine. „Wir sind quasi Kriegspartei, als Wirtschaftskriegspartei“, so Habeck im ZDF. Das muss man auch sagen: „Wir werden dadurch ärmer werden. Die Gesellschaft wird es tragen s“.