Osnabrück - Nach einem lebensgefährlichen Messerangriff mit zwei Schwerverletzten in Bad Essen in Niedersachsen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Der Mann sei von Kräften der Osnabrücker Polizei in Preußisch Oldendorf in Nordrhein-Westfalen ausfindig gemacht und festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Bei einem Streit über Kinderlärm in einem Mehrfamilienhaus hatte ein 24-Jähriger laut Polizeiermittlungen zwei Menschen durch Messerstiche schwer verletzt. Vorausgegangen war am Freitagabend eine Auseinandersetzung mit einer 25 Jahre alten Nachbarin, die mit ihrem einjährigen Sohn in dem Haus wohnt. 

Angesprochen auf den Kinderlärm zog die Frau ihre ebenfalls im Haus lebende 63 Jahre alte Großmutter hinzu, auch ein Nachbar schaltete sich ein. Der Streit eskalierte, der 24-Jährige griff zum Messer und verletzte die Großmutter und den Nachbarn durch Schnitt- und Stichverletzungen lebensgefährlich. Beide waren am Samstag nach medizinischer Behandlung außer Lebensgefahr.

Polizei suchte mit Hunden nach Verdächtigem

Der Tatverdächtige war mit einer Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden. Auch die Tatwaffe wurde sichergestellt. Die Polizei richtete sofort eine Mordkommission ein und stufte die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein. Auch die Mutter erlitt schwere Verletzungen, die aber nicht auf die direkte Attacke des Täters zurückzuführen sind. 

In ihrer Not sprang die 25-Jährige mit ihrem einjährigen Sohn aus einem Fenster im ersten Obergeschoss. Dabei zog sie sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen am Bein zu, das Kind blieb unverletzt. Alle wurden vom Rettungsdienst und von Notärzten in Krankenhäuser gebracht.

Die Einsatzkräfte suchten auch mithilfe von Hunden nach dem Tatverdächtigen. Auch ein Polizeihubschrauber war bei der Fahndung im Einsatz.