Berlin - West-, Süd- und Teile von Ostdeutschland ächzen unter der Flutkatastrophe, die ganze Städte überschwemmte, bereits mehr als hundert Menschen das Leben kostete. In den betroffenen Gebieten hat sich die Wetterlage bereits wieder etwas beruhigt, doch anderswo fällt noch immer Regen.

Hat der Regen in der kommenden Woche ein Ende? „Das Unwettertief ‚Bernd‘ ist abgezogen, dahinter rückt das Hoch ‚Dana‘ nach. Das bringt Deutschland ab Sonntag überall viel Sonnenschein und langsam auch eine Wetterberuhigung“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net in seinem aktuellen Wetterbericht. „Hier und da sind kurze Schauer möglich, bleiben aber eher die Ausnahme“, erklärt Jung. Stattdessen steigen die Temperaturen wieder an, im Osten auf bis zu 30 Grad. Dafür sorgt Hochdruckgebiet „Dana“, das viel Sonnenschein und warme Luft zu uns bringt.

„So geht es die ganze Woche weiter, aber Richtung Freitag, Sonnabend, Sonntag könnte es schon wieder sehr ungemütlich werden mit neuen Schauern und Gewittern. Es kommen feuchte Luftmassen herangezogen und aus Westeuropa strömt kältere Luft heran.“ Die Folge: Unwetter, Schauer und Gewitter. „Die Wetter-Geschichte wiederholt sich!“

Jung: Einzelne Vorhersagen gehen von 180 Litern pro Quadratmeter aus

Vor allem der Südwesten, der Süden und die Mitte des Landes seien auch in Richtung August betroffen von starken Regenfällen, wenn man den Prognosen glaubt, sagt Jung. Einzelne Vorhersagen gehen von 180 Litern Regen pro Quadratmeter aus. Ab Ende Juli könne es laut Ensemble-Vorhersage auch im Osten wieder regnerisch werden.

„Das bedeutet also: Es gibt jetzt ein paar ruhige Tage, bis Freitag in der kommenden Woche. Dann könnte es aber schon wieder losgehen mit dieser Grenzwetterlage“, sagt Jung. „Das wäre wieder eine sehr gefährliche Wetterlage mit starken Gewittern, mit Unwettergefahr und mit der Gefahr regionaler Sturzfluten.“

DWD: Lokale Unwetter am Samstag im Westen und Süden von Deutschland

Im Südosten von Bayern kann es laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntag noch zu einzelnen Gewittern mit Starkregen kommen. Auch am östlichen Alpenrand sind Unwetter bis in die Nacht möglich. In seiner 10-Tage-Prognose rechnet der DWD mit lokalen Unwettern für kommenden Samstag im Westen und Süden. Im Norden und Osten soll es sonnig und trocken bleiben. Die Temperaturen klettern auf bis zu 32 Grad, so der DWD.