#MeToo bei den Tories: Britischer Staatssekretär gefeuert

Conor Burns wurde für die Dauer der Ermittlungen aus der Fraktion ausgeschlossen. Er kündigte an, kooperieren zu wollen. Auch, um seinen Namen „reinzuwaschen“.

Staatssekretär Conor Burns ist wegen des Verdachts sexueller Übergriffe entlassen worden.
Staatssekretär Conor Burns ist wegen des Verdachts sexueller Übergriffe entlassen worden.imago/i Images/Pete Maclaine

Ein Staatssekretär der neuen britischen Regierung ist gefeuert worden, weil gegen ihn Vorwürfe wegen „schweren Fehlverhaltens“ erhoben werden. Premierministerin Liz Truss habe Handelsstaatssekretär Conor Burns mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden, teilte ein Downing-Street-Sprecher am Freitagnachmittag mit. Außerdem wurde der Abgeordnete für die Dauer der Ermittlungen aus der Fraktion ausgeschlossen. Burns kündigte an, kooperieren zu wollen und seinen Namen „reinzuwaschen“.

Berichten der Sun zufolge sind die Vorwürfe nach dem Parteitag der Tories in dieser Woche in Birmingham erhoben worden. Dort soll sich Burns in einer Hotelbar einem jüngeren Mann gegenüber unangemessen verhalten haben.

In den vergangenen Monaten und Jahren hatte es immer wieder Fälle einzelner Tory-Abgeordneter gegeben, die sich Mitarbeitern und Parteikollegen gegenüber unangemessen verhielten oder sexuell übergriffig wurden. Der zunächst zögerliche Umgang mit einem dieser Fälle hatte auch den Niedergang von Ex-Premierminister Boris Johnson beschleunigt.