Guadalajara - Der mexikanische Ranchera-Sänger Vicente Fernández ist tot. Er sei nach schwerer Krankheit am Sonntag im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte die Familie von Fernández mit. Er gehörte zu den bekanntesten Musikern Lateinamerikas und war zuletzt der berühmteste Vertreter der mexikanischen Folklore-Musik Ranchera. Der „Charro de Huentitán“ (Cowboy aus Huentitán) verkaufte im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere rund 50 Millionen Alben und spielte in über 30 Filmen mit.

Fernández war nach einem Sturz Anfang August in eine Privatklinik in Guadalajara gebracht worden. Wegen einer Verletzung des Rückenmarks konnte er seine Arme und Beine nicht mehr bewegen. Er wurde operiert, allerdings verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zuletzt immer weiter. Am Samstag hatte seine Familie bereits mitgeteilt, dass sein Zustand kritisch sei.

Fernández stammte aus Huentitán im mexikanischen Bundesstaat Jalisco – der Wiege der Mariachi-Kultur. Seine Eltern waren Bauern. Er sang zunächst in Bars und Restaurants, bis er im Alter von 27 seinen ersten Plattenvertrag erhielt. Zu seinen bekanntesten Liedern gehören „El rey“, „Por tu maldito amor“, „La ley del monte“ und „Cruz de olvido“.