Berlin - Viele Mieterinnen und Mieter der landeseigenen Wohnungsunternehmen müssen sich auf höhere Wohnkosten einstellen. Neben steigenden Energiepreisen stehen Mieterhöhungen ins Haus. „Für 2022 sind bei rund 200.000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Mietanpassungen vorgesehen“, teilte der Verband Berlin-Brandenburger Wohnungsunternehmen am Donnerstag mit. Zuvor hatte die Berliner Morgenpost darüber berichtet.

Durchschnittlich steigt die monatliche Kaltmiete nach Verbandsangaben um acht Cent pro Quadratmeter beziehungsweise 4,81 Euro je Wohnung. Die ersten Ankündigungen seien verschickt, hieß es. Die meisten Erhöhungen gebe es zum April.

Dass relativ viele Wohnungen betroffen sind, liege daran, dass es in den vergangenen beiden Jahren keine Mieterhöhungen gegeben habe, hieß es. Berlin hatte mit dem sogenannten Mietendeckel versucht, den Mietanstieg zu begrenzen, scheiterte damit jedoch vor Gericht. Die Erhöhungen seien unverzichtbar, teilte der Verband mit. Er verwies auf geplante Neubauten bei hohen Baukosten sowie Maßnahmen zum Energiesparen.