Wohnungen in Berlin (Symbolbild)
Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Berlin Der Konzern Deutsche Wohnen darf 16 Wohnhäuser in Milieuschutzgebieten in fünf Berliner Bezirken übernehmen, hat sich aber im Gegenzug zur Einhaltung bestimmter Sozialstandards verpflichtet. Das teilten der Senat sowie die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick am Freitag mit. Die Deutsche Wohnen darf demnach keine energetischen Luxussanierungen vornehmen und die Mietwohnungen in Eigentum umwandeln. 

Sicherstellen soll das eine sogenannte Abwendungsvereinbarung, die die Deutsche Wohnen unterzeichnete. Sie wandte dadurch ein Vorkaufsrecht ab, dass der Staat seit 2015 in Milieuschutzgebieten zum Erhalt der Sozialstruktur im jeweiligen Kiez hat.

Zu dem Wohnungspaket, das nun den Besitzer wechselt, gehören insgesamt 21 Häuser in Berlin, von denen einige nicht in Milieuschutzgebieten liegen. Die Bewohner aller Häuser hatten sich zusammengeschlossen und öffentlich gegen den Verkauf an die Deutsche Wohnen protestiert.