Bereits am 9. März 2020  wurden eine Tu-142 von einem US-amerikanischen Kampfflugzeug abgefangen.
Foto: AP/ North American Aerospace Defense Command

BerlinDas russische Verteidigungsministerium hat zu einem Vorfall mit mehreren Militärflugzeugen vor der Küste Alaskas Stellung bezogen. „Sieben russische U-Boot-Langstreckenflugzeuge vom Tpy Tu-142 flogen im internationalen Luftraum über die Barentsee, das norwegische Meer sowie über den nördlichen Pazifik“, sagte ein Sprecher nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Drei davon seien „im internationalen Luftraum über der norwegischen See von F-16-Kampfflugzeugen der norwegischen Luftwaffe eskortiert“ worden.

Vier weitere Langstreckenflugzeuge vom Typ Tu-142 (wird zur Bekämpfung von U-Booten eingesetzt) hätten „über neutralen Gewässern des nördlichen Teils des Pazifischen Ozeans“ trainiert. Dabei seien sie von Abfangjägern vom Typ MiG-31 unterstützt worden.  Der staatlich finanzierte Fernsehsender Russia Today veröffentlichte ein Video, auf dem nach Senderangaben zu sehen ist, wie die russischen Flugzeuge von US-amerikanischen Kampfflugzeugen vom Typ F-22 eskortiert werden.

Das russische Verteidigungsministerium betonte nach Angaben von Tass, dass „die Flüge unter strikter Einhaltung der internationalen Luftraumregeln durchgeführt wurden und ohne in den Luftraum anderer Staaten einzudringen“. Das North American Aerospace Defense Command (NORAD) bestätigte nach Angaben von AFP, dass die russischen Flugzeuge zu keinem Zeitpunkt in den nordamerikanischen Luftraum eingedrungen seien.

NORAD wies nach Angaben von Tass darauf hin, dass „seine Streitkräfte russische Militärflugzeuge, darunter Bomber, Jäger und Patrouillenflugzeuge, seit Anfang 2020 zehn Mal identifiziert und abgefangen hatten“.