Mindestens 44 Flüchtlinge vor Küste Marokkos ertrunken
Insgesamt befanden sich 61 Menschen auf dem Boot. Sie hatten versucht, die Kanarischen Inseln zu erreichen. Unter den Toten sind Frauen und Kinder.

Mindestens 44 Flüchtlinge sind bei dem Versuch ertrunken, von Marokko nach Spanien zu gelangen. Die Leichen von mindestens drei Frauen und zwei Babys seien nach dem Unglück geborgen worden, teilte die spanische Hilfsorganisation Caminando Fronteras am Samstag im Kurzbotschaftendienst unter Berufung auf Angehörige mit. Die Menschen seien in der vergangenen Woche in Tafaja im Süden Marokkos gestartet, um die rund hundert Kilometer entfernten Kanarischen Inseln zu erreichen, die zu Spanien gehören.
Insgesamt befanden sich den Angaben zufolge 61 Menschen auf dem Boot. Von Marokko aus unternehmen viele Afrikaner den gefährlichen Versuch, übers Meer in die EU zu gelangen. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kamen im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 40.000 Menschen übers Meer ins Land. Mehr als 4400 Menschen seien bei der Überfahrt ertrunken.
