Berlin - Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat nach einem Gespräch mit der Bundesschülerkonferenz versichert, nach Lösungen zum Nachholen des in der Corona-Pandemie verpassten Lernstoffs zu suchen. Sie sei mit den Ländern im Gespräch, „dass wir für das neue Schuljahr systematisches außerschulisches Nachholen von verpasstem Stoff anbieten“, sagte Karliczek am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Sie zeigte sich zugleich überzeugt, dass sich die Schulen bis zu den Sommerferien auf Wechselunterricht einstellen müssten.

Sie habe die Vertreter der Bundesschülerkonferenz ermutigt, „dazu beizutragen, dass an den Schulen alle Beteiligten mit ins Boot geholt und über die Schulkonferenz Konzepte erarbeitet werden, wie Unterricht in Pandemiezeiten organisiert werden kann“, sagte die CDU-Politikerin. Im Detail liege es an jeder Schule, „für die kommenden Wochen und Monaten ein Konzept zu erarbeiten“. Es gebe kein „one fits all“-Konzept.

20 bis 25 Prozent der Schüler müssen nacharbeiten

Die Schülerinnen und Schüler hätten ihr von ihren Sorgen über verpassten Lernstoff berichtet – „diese Sorgen teile ich absolut“, sagte Karliczek. Zu den Nachholmöglichkeiten sagte die Ministerin, es werde überlegt, wo die personellen Kapazitäten dafür hergenommen werden könnten. „Möglich wäre, auch mit Stiftungen, privaten und ehrenamtlichen Anbietern zusammenzuarbeiten.“

Sie verwies darauf, dass Schätzungen zufolge 20 bis 25 Prozent der Schüler nacharbeiten müssten. Für einige werde eine Sommerschule oder Ähnliches ausreichen, „aber viele Kinder werden sicherlich etwas länger brauchen, den Stoff nachzuholen“. Dabei müssten sie unterstützt werden.