Berlin - Die Bundeswehr hat ihren neuen Freiwilligendienst für den Heimatschutz am Dienstag mit 325 Rekruten begonnen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte in Berlin, die Zahl der Bewerber sei deutlich größer gewesen und zeige, dass sich viele junge Menschen für das Land engagieren wollten.

Der Name Heimatschutz sei bewusst gewählt und korrigiere frühere Fehler, diesen Begriff den Rechten zu überlassen. Nach Angaben der Bundeswehr gab es 9000 Bewerber für das Programm. „Wir waren selbst überrascht, wie groß das Interesse ist“, sagte die Ministerin.

Zusätzliche Kräfte sollen in der Corona-Krise bereitstehen

Die Bundeswehr will zusätzliche Kräfte für Krisen- und Katastropheneinsätze im Inland bereithalten, wie sie derzeit auch in der Corona-Pandemie benötigt werden. Der Dienst steht unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“.

Im ersten Jahr sollen 1000 Männer und Frauen ausgebildet werden. Unter den ersten Rekruten sind 16 Prozent Frauen. Der Dienst besteht aus einer siebenmonatigen militärischen Ausbildung und Reservisteneinsätzen in den folgenden sechs Jahren.