Berlin - „Das ist ein offizieller Recruiting-Film der Polizei Berlin“: Mit diesen Worten beginnt der neue Werbefilm für den dringend benötigten Nachwuchs für die Behörde. Den zum Teil sehr ironischen Text dazu spricht Manfred Lehmann, der unter anderem als deutsche Synchronstimme von Hollywoodstar Bruce Willis bekannt wurde. 

In dem etwa einminütigen Video mit dem Titel „110 % Berlin“ wirkt es so, als ob der bekannte Actionstar in seiner coolen Manier die besonderen Fähigkeiten der Berliner Polizisten in der „coolsten Stadt der Welt“ anpreist. Da heißt es beispielsweise: „Na klar könnten wir zeigen, wie lässig wir posen. Oder wie wir in Zeitlupe durch die Luft fliegen.“ Statt dem angekündigten Understatement wird dann doch ordentlich geprotzt. Ob Spurensicherung, Spezialeinsatzkommando, Hundestaffel oder Kunstkommissariat – die Stimme des Actionstars zählt einige interessante Berufsmöglichkeiten auf. 

Der „Film 110 % Berlin“ wurde am Donnerstag auf YouTube hochgeladen. 

Quelle: YouTube

Das Ganze ist humorvoll verpackt. Da wird das Kürzel „ACAB“ (All cops are bastards) schnell mal als „All colours are beautiful“ interpretiert. „Wir stehen auf Diversität. Und auf Bewerbungen von Frauen, Männern und allen anderen Geschlechtern aus Europa“, schrieb die Polizei dazu. Es gehe um Haltung, Gleichberechtigung und Respekt.

Auch Berlins erste Polizeipräsidentin Barbara Slowik bekommt ihren Auftritt und blickt zum Stichwort „Gleichberechtigung“ fokussiert in die Kamera. „Mit diesem zweiten Imagefilm ist es uns gelungen, den Berlinerinnen und Berlinern zu verdeutlichen, wofür ihre Polizei steht und was sie von ihrer Polizei erwarten dürfen“, erklärte Slowik nach der Veröffentlichung. Sie warb dafür, dass die Polizei ein attraktiver Arbeitgeber sei und bedankte sich bei allen, die an dem Projekt mitgewirkt haben.

Mit Manfred Lehmann konnte die Berliner Polizei einen der bekanntesten Sprecher Deutschlands gewinnen. Der 75-Jährige synchronisiert nicht nur Bruce Willis, sondern auch Gérard Depardieu, Dolph Lundgren, Kurt Russell und James Woods.