Berlin - Nach gut sechs Wochen Ferien beginnt in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an diesem Montag das neue Schuljahr. Es sind die ersten Bundesländer in Deutschland. Auch das neue Schuljahr steht im Zeichen des Coronavirus.

In Mecklenburg-Vorpommern gilt in den ersten beiden Schulwochen Maskenpflicht im Unterricht. Außerdem müssen die Schüler und die ungeimpften Lehrer zweimal pro Woche einen Corona-Test machen. In der zweiten Schulwoche soll es Impfangebote für die Jugendlichen ab 16 Jahren in der Schule geben, in der ersten Woche soll der Bedarf dafür abgefragt werden.

Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hatte angekündigt, die Schulen auch bei hohen Inzidenzzahlen nicht präventiv flächendeckend schließen zu wollen. Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte sollen Entscheidungen unter Beachtung der regionalen Infektionszahlen sowie der Krankenhauseinweisungen und Intensivpatienten treffen. Mecklenburg-Vorpommern hat bislang eine der niedrigsten Corona-Inzidenzen bundesweit, sie steigt allerdings.

In Schleswig-Holstein müssen alle Schüler in den Innenräumen in den ersten drei Wochen des Schuljahres Masken tragen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich zweimal pro Woche selbst testen. Das gilt für Schüler ebenso wie für alle Beschäftigten. Impfaktionen an Schulen für Schüler ab zwölf Jahren und für Beschäftigte sollen am 19. August beginnen.

In Berlin beginnt das neue Schuljahr in einer Woche am 9. August. Hier sollen Schüler in den ersten drei Wochen nach den Sommerferien jeweils dreimal pro Woche getestet werden. Mit diesen Tests soll auch das Risiko minimiert werden, dass Infektionen aus dem Urlaub im Ausland in die Schulen getragen werden. Über Impfangebote für Schüler werde noch gesprochen, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller im RBB.