BerlinDas Hofbräu Wirtshaus in der Karl-Liebknecht-Straße ist zu einem Treff für Obdachlose umfunktioniert worden. Ab sofort ist das Restaurant von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 16 Uhr für bedürftige Menschen geöffnet. Das bestätigt die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.   

Die Restaurantkette will in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation GEBEWO pro gGmbH während der Wintermonate tagsüber Obdachlosen eine bessere Versorgung und Schutz vor der Kälte anbieten.

Bei Bedarf ist eine Erweiterung der Öffnungszeiten auf das Wochenende geplant. Laut Hygienekonzept dürfen sich jeweils bis zu 80 Menschen in zwei Durchläufen gleichzeitig im Tagestreff aufhalten. Die Räume sind barrierearm, Menschen im Rollstuhl haben Zugang. Die Gäste dürfen Hunde mitbringen. Köchinnen und Köche des Hofbräu bereiten vollwertige Mahlzeiten zu.  

Beschäftigte der GEBEWO bieten mehrsprachige Beratungs-, Vermittlungs- und Beschäftigungsangebote für die obdachlosen Gäste an. Auch ein medizinisches Angebot ist geplant.

Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sagte: „Die Corona-Pandemie hat die Lebenssituation obdachloser Menschen erheblich verschlechtert, sie leben unter sehr prekären Verhältnissen. Mit viel Kreativität und Engagement haben wir es geschafft, die Kältehilfe zu entzerren, Hostels und weitere 24/7-Einrichtungen in Betrieb zu nehmen.“