Mitte: Demonstration gegen Hinrichtungen im Iran zieht durch Berlin

In Berlin-Mitte haben etwa 300 Teilnehmer gegen die Hinrichtungen Iran demonstriert. Es kamen weniger Menschen als ursprünglich erwartet.

Iraner demonstrierten bereits mehrmals in Berlin gegen das Mullah Regime im Iran. 
Iraner demonstrierten bereits mehrmals in Berlin gegen das Mullah Regime im Iran. imago/Jochen Eckel

Weniger Menschen als geplant haben am Samstagnachmittag in Berlin-Mitte gegen die Hinrichtung von Demonstranten im Iran protestiert. Nach Polizeiangaben zogen rund 300 Teilnehmer vom Pariser Platz über die Friedrichstraße und das Reichtagsufer zurück zum Brandenburger Tor – angemeldet waren 1000 Menschen gewesen.

Die Demonstration der Organisation „Echo.Iran“ stand unter dem Motto „Solidarität mit den Revolutionären im Iran und Verurteilung der Hinrichtungen von Demonstranten durch das Mullah-Regime“. Auf Transparenten zeigten die Teilnehmer Slogans wie „Stop execution in Iran“, „Frauen, Leben, Freiheit“ und „Der Rapper sollte auf der Bühne stehen, nicht im Gefängnis“, in Anspielung auf den inhaftierten Musiker Toomaj Salehi. Die Demonstration verlief zunächst ohne Störungen, teilte eine Polizeisprecherin mit.

Die Proteste im Iran waren durch den Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini ausgelöst worden. Sie starb im September im Polizeigewahrsam, nachdem sie von der Sittenpolizei wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden war. Zuletzt hatte die Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Demonstranten im Iran weltweit zu Protesten geführt.