Berlin - Drei Unbekannte haben in Neukölln einen Passanten angegriffen und ihn mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, kam es zu der Attacke bereits am frühen Montagnachmittag auf der Karl-Marx-Straße. Laut Zeugenaussagen sollen die drei Männer unvermittelt auf einen 33-Jährigen eingeschlagen haben. 

Nachdem einer der Angreifer das Opfer gewaltsam zu Boden gebracht haben soll, habe ein weiterer Täter ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. „Anschließend hätten laut Aussage eines Zeugen alle drei Täter auf den Angegriffenen eingeschlagen und mit Messern auf ihn eingestochen“, erklärte ein Polizeisprecher.

Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten mit Stichwunden in Bauch, Rücken und Oberschenkel in ein Krankenhaus. Das Trio konnte vor Eintreffen der Polizei flüchten. Die Hintergründe der Tat seien bisher unklar, das Opfer müsse erst noch befragt werden. Die Ermittlungen zu der gefährlichen Körperverletzung dauern an. 

Im Jahr 2019 waren in Berlin 2675 Mal Messer bei Straftaten eingesetzt worden. Diese Fälle betrafen „Straftaten gegen das Leben“, Rohheits- und Sexualdelikte. In 41 Fällen starben die Opfer. Die meisten der 1833 ermittelten Tatverdächtigen waren Erwachsene – nämlich 1409. Unter den Tätern waren aber auch 80 Kinder. 

Wie oft Messer bei Straftaten insgesamt eingesetzt werden, wird von den Behörden allerdings nicht erfasst. „Die Verpflichtung zur Erfassung eines Tatmittels besteht im Wesentlichen nur zu den Deliktsfeldern Mord und Totschlag, Raub sowie gefährliche und schwere Körperverletzung“, erklärte ein Senatssprecher auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp.