38 Jahre nach einem mutmaßlichen Mord in Berlin-Kreuzberg muss sich ein 66-Jähriger vor Gericht verantworten. Er soll im Oktober 1984 einen damals 23 Jahre alten Mann in dessen Wohnung erstochen haben, um an dessen Geld zu kommen. Am Mittwoch hat am Berliner Landgericht der Prozess gegen den Angeklagten begonnen. Er war im Oktober 2021 am Hauptstadtflughafen BER festgenommen worden.

Der gebürtige Iraker sei mit einem Flugzeug aus Beirut gekommen, hieß es damals. Da gegen ihn noch immer ein internationaler Haftbefehl bestanden habe, sei er verhaftet worden. Der Mann soll kurz nach der Tat ins Ausland geflohen sein. Sechs Prozesstage sind bislang terminiert.