Berlin - Im Fall des getöteten Monteurs Stefan T. aus Lichtenberg hat die Polizei ein weiteres Leichenteil gefunden. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, wurde es am Montagmittag in Pankow entdeckt. Noch am Abend durchgeführte rechtsmedizinische und kriminaltechnische Untersuchungen ergaben, dass es sich bei dem Fund um sterbliche Überreste des 44-jährigen Stefan T. handelt.

Am 8. November hatten Spaziergänger bereits Knochen gefunden, bei denen sich herausstellte, dass sie von dem seit September vermissten Monteur aus Lichtenberg stammen. Sogenannte Mantrailer-Hunde, also Personensuchhunde mit sehr feinem Geruchssinn, führten die Mordermittler zur Wohnung eines 41-jährigen Lehrers aus Pankow. Mit ihm soll sich Stefan T. über eine Dating-Plattform verabredet haben. Der 41-Jährige sitzt mittlerweile wegen des Verdachts auf Sexualmord in Untersuchungshaft.

In dem Fall gibt es Hinweise auf Kannibalismus. Es gehe um den Verdacht einer Tat zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, sagte Oberstaatsanwalt Martin Steltner dazu. Der mutmaßliche Täter habe im Internet zu Kannibalismus recherchiert und sich auch auf Dating-Plattformen bewegt, wo er auch zum Opfer Kontakt gehabt habe, so Steltner. In der Wohnung des Verdächtigen seien „einschlägige Werkzeuge“ wie etwa Messer und eine Knochensäge sowie Blutspuren gefunden worden. Von einem Einverständnis des Opfers gehen die Ermittler nicht aus: Es gebe keine Hinweise auf Einvernehmlichkeit, betonte Steltner.