Griechische Soldaten haben Zelte für die obdachlos Gewordenen aufgebaut.
Foto: AP/Petros Giannakouris

BerlinDer Berliner Senat möchte erreichen, dass Menschen aus dem abgebrannten Lager Moria in Griechenland über ein eigenes Landesprogramm aufgenommen werden. Die bis zu 150 Kinder, die Innenminister Seehofer (CSU) ins Land lassen will, könnten nur ein erster Schritt sein, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag im RBB. Berlin werde im Bundesrat erneut einen Antrag einbringen, um mehr Menschen helfen zu können.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen hat angekündigt, Flüchtlinge auf der Insel Lesbos, auf der sich das Lager befand, mit Hilfslieferungen zu unterstützen. Aus Brandenburg sollen jeweils 500 Feldbetten, Schlafsäcke und Wolldecken sowie zehn Stromerzeuger nach Griechenland gebracht werden, sagte der CDU-Politiker am Samstag im RBB-Inforadio.

„Es ist das erste Gebot, dass wir vor Ort helfen“, sagte Stübgen. Außerdem bleibe es bei der Zusage, dass über 40 Familien mit kranken Kindern nach Brandenburg kommen könnten. Darüber hinaus seien die Möglichkeiten der Hilfe aber begrenzt.

Das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos wurde in der Nacht zum Mittwoch durch einen Großbrand nahezu vollständig zerstört. Moria gilt mit derzeit etwa 12.600 Bewohnern als das größte Flüchtlingslager Europas.