Moskau weist Nachkriegsangebot von Scholz zurück

„Wir werden um nichts bitten, und die Politiker in Deutschland sollten sich das ein für allemal klarmachen“, hieß es vom Außenministerium. Moskau gibt Scholz auch die Schuld an den schlechten Wirtschaftsbeziehungen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte ein Angebot unterbreitet, mit Russland zusammenzuarbeiten, wenn es die Kriegshandlungen in der Ukraine einstellt. Moskau hat dies nun abgelehnt.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte ein Angebot unterbreitet, mit Russland zusammenzuarbeiten, wenn es die Kriegshandlungen in der Ukraine einstellt. Moskau hat dies nun abgelehnt.dpa/Bernd von Jutrczenka

Moskau hat das Angebot von Kanzler Olaf Scholz (SPD) für eine Wiederaufnahme der bilateralen Zusammenarbeit bei einer Beendigung von Russlands Krieg gegen die Ukraine zurückgewiesen. „Wir werden um nichts bitten, und die Politiker in Deutschland sollten sich das ein für allemal klarmachen“, teilte das russische Außenministerium am Mittwoch in einer Stellungnahme auf seiner Homepage mit. Zugleich gab das Ministerium Scholz die Schuld am Bruch der Wirtschafts- und Energiekooperation der beiden Länder.

„Der Regierungschef der BRD hat auch nicht erklärt, warum Berlin so schamhaft und feige von der Untersuchung der Sabotage an den Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 abgesehen hat, die die deutsche Wirtschaft vom billigen russischen Erdgas abgeschnitten hat“, hieß es. Scholz' Versäumnisse zeugten von der Beschränktheit der deutschen Politik.

Scholz hatte in seiner Rede zum Jubiläum des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteilt, Moskau bei einer Beendigung des Kriegs aber angeboten, auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit wieder aufzunehmen.