Potsdam - „Superheldinnen am Limit“ – unter diesem Motto hat am Donnerstag die diesjährige Brandenburgische Frauenwoche begonnen. Gestartet wurde die Themenreihe mit einer digitalen Auftaktveranstaltung. Rund 50 Veranstaltungen sind bislang bis zum 10. Dezember geplant – die zum 31. Mal stattfindende Veranstaltung wird dieses Mal zum „Frauenjahr“, wie das Sozialministerium mitteilte.

Frauen durch Corona besonders belastet

Das diesjährige Motto mache nicht nur die besondere Belastung, unter der Frauen während der Corona-Pandemie litten, deutlich, sagte Sozialministerin Ursula Nonnemacher. Es verweise auch klar auf strukturelle Probleme bei der Gleichstellung der Geschlechter. Unsere Aufgabe muss es sein, Strukturen und Entscheidungskulturen zu ändern. Es bedarf der Mitbestimmung von Frauen und zwar überall, betonte die Grünen-Politikerin. Die Landesgleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg sagte: „Die Pandemie zeigt deutlich, dass es vor allem Frauen sind, die unsere Gesellschaft und unser soziales Miteinander zusammenhalten.“

Wie kann Pflegearbeit gerechter verteilt werden? Welche Erwartungen haben Frauen an die Zukunft? Über diese und weitere Fragen wollen Vertreterinnen aus Politik und von Frauenorganisationen diskutieren. Die Veranstaltungen sollen unter anderem als Workshops, Podcasts, digitale Diskussionsrunden und Ausstellungen stattfinden. Darunter ist auch eine Wanderausstellung am Frauentag (8.3.) mit dem Titel „Wir brechen das Schweigen – Frauen in Brandenburg sprechen über Armut“ im Bürgerhaus Sternzeichen in Potsdam.