Berlin - Die FDP hat davor gewarnt, dass die Ausbreitung multiresistenter Keime durch Corona begünstigt werden könnte. Grund sei die Tatsache, dass an Covid-19-Erkrankte oft Antibiotika verabreicht würden. Dies geht aus einem Bericht des RND hervor. Demzufolge haben die Liberalen in einem Bundestagsantrag festgehalten, dass die UN-Welternährungsorganisation vor Antibiotikaresistenzen von Bakterien als noch größere Gefahr als Covid-19 gewarnt habe. 

Nun fordert die FDP offenbar die Bunderegierung dazu auf, „eine Strategie zur Bekämpfung von multiresistenten Keimen insbesondere in den Entwicklungsländern vorzulegen“. Die FDP teile in dem Antrag mit, dass die Folgen von „Infektionen durch antimikrobielle Resistenzen“ jährlich in etwa 700.000 Fällen zum Tod führen.  

Der FDP-Entwicklungspolitiker Jens Beek sagte gegenüber dem RND, in vielen Ländern sei die Gesundheitsversorgung ohnehin unzureichend. Gerade dort steige die Anzahl von Antibiotikaresistenzen rasant. „Eine globale Strategie für den Einsatz von Antibiotika erachten die Liberalen daher als dringend notwendig“, heißt es in dem Bericht über die Forderungen der FDP.