Berlin - Ärgerlich, aber kein Einzelfall: Bei der Bundestagswahl im Jahr 2017 konnten rund 500.000 Stimmen jeweils bei der Erst- und Zweitstimme nicht gezählt werden, denn sie waren ungültig. Wodurch das passiert und was Wählerinnen und Wähler machen können, um sicherzustellen, dass ihre Stimme zählt – auch, wenn sie sich vielleicht auf dem Wahlzettel verschrieben haben.

Das sind die häufigsten Fehler

Eigentlich sind die Regeln einfach: Auf dem Wahlschein zur Bundestagswahl muss jeweils bei der Erst- und Zweitstimme ein Kreuzchen gemacht werden. Wer mehr als eines setzt, macht seine Stimme ungültig. Auch wer gar kein Kreuz macht und einen leeren Wahlzettel abgibt, sorgt dafür, dass seine Stimme nicht bei der Wahl berücksichtigt wird.

Immer wieder schreiben Wähler auch ihren Namen und/oder ihre Telefonnummer auf die Vorderseite des Stimmzettels. Damit ist das Wahlgeheimnis nicht gewahrt und die Stimme wird ungültig. Gleiches gilt für ein Selfie aus der Wahlkabine. Auch dadurch wird das Wahlgeheimnis verletzt. Ungültig wird die Stimme ebenfalls, wenn Wahlvorschläge quer durchgestrichen werden. 

Nicht rumkritzeln – lieber um neuen Stimmzettel bitten

Zu den ungültigen Stimmen kommen auch Zettel, auf denen die eigene Wahl zusätzlich zum Kreuzchen kommentiert wird. Auch wer ein Bildchen auf den Stimmzettel malt, macht ihn dadurch ungültig.

Wer sich also bei der Stimmabgabe vertut und versehentlich das Kreuz an der falschen Stelle setzt, sollte von wilden Korrekturen auf dem Zettel absehen. Sicherer ist es, die Wahlhelfer nach einem neuen Stimmzettel zu fragen. Der falsch ausgefüllte Zettel wird dann im Beisein der Wahlhelfer vernichtet und der Wähler kann seine nächste Runde in der Wahlkabine antreten.

Muss es ein Kreuz sein?

Wichtig ist: Die Stimme muss eindeutig zuzuordnen sein. Dabei muss nicht unbedingt ein Kreuz gemacht werden. Auch ein Haken ist erlaubt – oder das Feld komplett auszumalen. Dabei gilt, dass die Stimmkennzeichnung neutral gemacht werden muss. Ein Herzchen oder Smiley im Kasten sorgt also dafür, dass der Wahlschein von den Auszählenden aussortiert werden muss.