Madrid - Die in Großbritannien aufgetretene Variante des Corona-Virus hat erstmals auch Spanien erreicht. In Madrid seien vier Ansteckungen mit dieser Mutation nachgewiesen worden, teilte der stellvertretende regionale Gesundheitsminister Antonio Zapatero am Sonnabend mit. Außerdem gebe es drei Verdachtsfälle.

Drei der bestätigten Fälle seien alle per PCR-Tests in der Familie eines Mannes festgestellt worden, der in den vergangenen Tagen mit einem Flugzeug aus London eingetroffen sei. Beim vierten Infizierten handele es sich um einen jungen Mann, der ebenfalls aus London kommend am Dienstag in Madrid eingereist sei.

Zapatero beruhigte die Bürger der Region um die Hauptstadt: „Das ist für uns kein Grund, nervös zu werden.“ Die britische Variante des Virus sei zwar ansteckender als andere, aber sie führe den bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht zu einem schwereren Verlauf der Covid-19-Erkrankung. Den vier mit dieser neuen Virusvariante infizierten Menschen gehe es auch relativ gut, betonte er.

Madrid ist wie die meisten anderen der insgesamt 17 sogenannten Autonomen Gemeinschaften Spaniens seit Mittwoch und bis zum 6. Januar abgeriegelt. Die Menschen dürfen ihre jeweilige „Comunidad Autonóma“ derzeit nur mit triftigen Grund verlassen. Etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. In einigen Regionen darf man an den Feiertagen aber auch Verwandte und nahestehende Personen in anderen Landesteilen besuchen. Rein touristische Reisen außerhalb der eigenen Region sind über die Feiertage aber verboten.