Die Bundesanwaltschaft hat in Bremen einen mutmaßlichen Funktionär der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK festnehmen lassen. Der am Freitag gefasste Mann sei inzwischen einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden und befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Karlsruher Behörde am Montag mit.

Der Mann, der die türkische Staatsangehörigkeit hat, soll seit Mai 2018 als hauptamtlicher PKK-Kader tätig gewesen sein. Zuletzt sei er für das „PKK-Gebiet Hamburg“ zuständig gewesen. Zeitweise habe er auch aus mehreren Gebieten bestehende Regionen betreut, so die „PKK-Region Berlin“ (mit den Gebieten „Berlin“, „Sachsen“ und „Erfurt“) und die „PKK-Region Saarland/Rheinland-Pfalz“ (mit den Gebieten „Darmstadt“, „Mannheim“ und „Saarbrücken“).

Laut Bundesanwaltschaft überwachte der Mann schwerpunktmäßig das Eintreiben von Geld für die PKK. Insbesondere während seiner Berliner Zeit habe er sich auch persönlich darum bemüht, „mit Nachdruck potenzielle „Spender“ zu Zahlungen zu veranlassen“, hieß es. Er habe organisatorische, personelle und propagandistische Angelegenheiten koordiniert und den Gebietsleitern Anweisungen erteilt.

Die Bundesanwaltschaft stuft die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als ausländische terroristische Vereinigung ein, die für zahlreiche Attentate und Anschläge in der Türkei verantwortlich ist.