Vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin läuft ein Verfahren gegen einen Polizisten (Symbolbild).
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BerlinVor der anstehenden Gerichtsverhandlung gegen einen Polizisten hat sich Innensenator Andreas Geisel (SPD) zu dem Fall geäußert. Es sei richtig, dass es das Verfahren gebe, sagte er bei einem Besuch der Polizeiakademie Berlin am Donnerstag. Der Polizist war Mitglied der sogenannten Ermittlungsgruppe Rechtsextremismus (EG Rex) in Neukölln, sei später aber abgelöst worden. „Ich betone noch mal, das ist nicht die Polizei von heute“, so Geisel.

Zuvor hatten der Sender RBB und die Berliner Morgenpost berichtet, dass gegen den Mann ein Verfahren wegen gemeinschaftlicher und gefährlicher Körperverletzung geführt werde. Er soll am S-Bahnhof Karlshorst am Angriff auf einen jungen Afghanen beteiligt gewesen sein und diesen Zeugen zufolge rassistisch beleidigt haben. Der Polizist ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur derzeit weiter im normalen Dienst, die Polizei warte den Ausgang des Strafverfahrens ab.

Laut der Plattform „recherche030“ war der Betroffene „mindestens ab 2008 und bis zu ihrer Auflösung“ 2016 Teil der Ermittlungsgruppe gegen Rechtsextremismus. Er sei zudem beispielsweise bei mehreren NPD-Demonstrationen im Einsatz gewesen. Aufgabe der„EG Rex“ war es, die rechtsextreme Szene nach Drohungen und Brandanschlägen gegen politische Gegner zu beobachten.