Yangon - Mehrere Zivilisten sind in Myanmar bei Kämpfen zwischen Dorfbewohnern und Soldaten getötet worden. Mehr als hundert Einsatzkräfte der Militärjunta seien in den Ort Kyon Pyaw in der südlichen Region Ayeyarwady eingedrungen, um Mitglieder einer örtlichen Bürgerwehr festzunehmen, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP.

Die Bewohner hätten sich mit selbstgebauten Waffen zur Wehr gesetzt. Zwölf Zivilisten, unter ihnen ein vierjähriges Kind, sowie ein Soldat seien getötet worden. Die Staatsmedien sprachen von drei getöteten Zivilisten. Zudem seien mehrere Soldaten verletzt worden.

In Myanmar hatte das Militär am 1. Februar die Macht an sich gerissen und die De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi abgesetzt. Seitdem wurden bei Protesten gegen die Militärherrscher fast 800 Menschen getötet.