Berlin - Rund 23 Jahre nach tödlichen Schüssen auf einen Geschäftsmann in Moabit steht ein 59-Jähriger ab Freitag vor dem Landgericht der Hauptstadt. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus. Im Auftrag eines gesondert verfolgten Mannes soll der Angeklagte Serghei N. im März 1998 mit einer Pistole bewaffnet im Büro des 41 Jahre alten Opfers erschienen sein. 

Er habe seinem Chef laut Ermittlungen von hinten in den Rücken und in den Kopf geschossen, so der Vorwurf. Dafür soll der mutmaßliche Täter 1500 DM (knapp 770 Euro) bekommen haben. Die Ermittlungen waren laut Angaben der Justiz 2017 nach der Aussage eines Zeugen neu aufgerollt worden. Im Dezember 2020 sei dann Anklage gegen den 59-Jährigen erhoben worden, hieß es.

Der Angeklagte arbeitete damals als Bauarbeiter für den Ermordeten. Für den Prozess sind Termine bis in den späten Juli angesetzt.