Berlin - Die Berliner Polizei hat nach einem Hinweis aus der Bevölkerung eine private Party mit mehr als 20 Teilnehmern in Buckow aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Zeuge die Beamten am Dienstagabend gegen 23 Uhr alarmiert, weil er aus einem Wohnhaus am Löwensteinring Musik und zahlreiche Stimmen hörte. Als die alarmierten Einsatzkräfte an dem Grundstück eintrafen, hätten sie zahlreiche Personen in dem Haus gesehen, die zusammen feierten. 

„Der Flur war mit Luftballons und Girlanden geschmückt, sodass sich der Tatverdacht erhärtete, dass in dem Haus eine Party stattfand und die Bestimmungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung missachtet wurden“, erklärte eine Polizeisprecherin. Als die Gäste bemerkten, dass Polizisten vor dem Haus standen, sollen sie sich in nicht einsehbare Räume zurückzogen haben, so die Sprecherin.

Polizisten erhielten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss 

Der 37-jährige Hauseigentümer sei gegenüber den Einsatzkräften aggressiv aufgetreten, hieß es. So soll er den Beamten erklärt haben, dass in seinem Haus eine Familienfeier stattfinde. Er habe die Polizisten aufgefordert, sein Grundstück zu verlassen. Nachdem ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss erlassen hatte, überprüften die Polizisten das Haus und lösten die Feier auf. Zuvor soll der Hauseigentümer noch versucht haben, den Beamten den Zutritt zu verwehren. Er habe die Eingangstür zugeschlagen, wobei ein Polizist am Bein verletzt worden sei.

Anschließend seien Einsatzkräfte vereinzelt beleidigt worden. Einige seien von den Partygästen bedrängt worden, als diese das Haus verlassen mussten. „Sie hielten sich größtenteils nicht an die Maskenpflicht und den nötigen Mindestabstand im Haus“, so die Polizeisprecherin. Um die insgesamt 21 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren überprüfen zu können, war nach Angaben der Polizei Verstärkung nötig.

Die Teilnehmer der Party müssen sich nun wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung verantworten. Gegen den Hauseigentümer werde zudem wegen des tätlichen Angriffs auf einen Polizisten und wegen Beleidigung ermittelt, hieß es.