Berlin - In Berlin-Marzahn werden am Samstag die Schwerpunktimpfungen gegen das Coronavirus fortgesetzt. Nachdem am Freitag großer Andrang mit langer Warteschlange vor dem Trainingszentrum des Cabuwazi-Zirkus an der Otto-Rosenberg-Straße herrschte, ist es heute bisher eher ruhig. Dies sagte der Sprecher des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf, Frank Petersen, der Berliner Zeitung. Er ruft die zur Teilnahme berechtigten Bürger dazu auf, die Impfangebote anzunehmen. Niemand müsse aktuell lange warten, so Petersen.

Am heutigen Samstag können sich zahlreiche Einwohner des Bezirks unkompliziert und ohne Warteschlange impfen lassen. Bis 13 Uhr sind zuvor informierte Anwohner bestimmter Straßenzüge an der Reihe. Danach können – und das ist das Besondere – alle „impffähigen“ Marzahn-Hellersdorfer ab 18 Jahren kommen. Ein Ausweis muss vorgelegt werden, das Mitbringen eines Impfpasses ist von Vorteil. Der Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson werde in dem Marzahner Impfzentrum mittlerweile knapp, so Petersen. Dafür stehen ausreichend Impfdosen von Moderna zur Verfügung, wobei auch schon der Termin für die Zweitimpfung feststeht – der 17. Juli.

Am Freitag wurden nach Angaben des Sprechers bereits 730 Impfdosen verteilt. Zum Start der Schwerpunktimpfung in dem Bezirk hatte sich eine über hundert Meter lange Menschenschlange gebildet. Der Bezirk hatte zuvor für die dreitägige Aktion „Impfen im Kiez“ nach seinen Sozial- und Gesundheitsdaten Straßen ausgewählt, deren Bewohner geimpft werden sollten. Berücksichtigt werden dabei vor allem mittelalte Bürger, die bislang keine Impf-Chance hatten, sowie Menschen aus Häusern, in denen etwa mehrere Familien unter schwierigen Verhältnissen leben.

Am morgigen Sonntag soll bei der Impf-Aktion auch wieder das Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson vorrätig sein. Dieser Impfstoff hat den Vorteil, dass nur eine Spritze nötig ist. Die Zweitimpfung entfällt.