Berlin - Nach mehreren Corona-Fällen im Club Berghain in Berlin ist es zu einer Datenpanne gekommen. Wie das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg der Berliner Zeitung bestätigt, kam es nach Corona-Fällen infolge einer Party am 15. Oktober zu einem Fehler bei der Kontaktnachverfolgung. Gäste der Veranstaltung wurden vom Bezirksamt über einen offenen Mailverteiler über die Infektionen informiert. In der E-Mail stand die Bitte, sich auf das Coronavirus testen zu lassen.

Empfänger der E-Mail sahen alle anderen E-Mailadressen, der insgesamt 150 angeschriebenen Clubbesucher. Es handelte sich bei der Veranstaltung am 15. Oktober um die sogenannte „Friday Fuck 2-4-1“-Party im Rahmen der Reihe „lab.oratory“ im Berghain.

Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg entschuldigt sich

Den Verantwortlichen ist die Panne offenbar peinlich. Pressesprecherin Sara Lühmann teilte mit: „Dafür möchten wir uns in aller Form bei den betroffenen Personen entschuldigen. Die Kontaktnachverfolgung wird aktuell durch die steigenden Fallzahlen bei weitgehenden Lockerungen der SARS-CoV-2-Maßnahmen immer schwieriger. Die Beschäftigten stehen unter einem hohen Druck. Der Datenschutz muss natürlich trotzdem gewahrt bleiben. Als Konsequenz haben wir unsere Abläufe dahingehend angepasst, dass so ein Vorfall technisch nicht mehr möglich ist.“

Im Berghain kam es damit laut Bezirk schon zum dritten Corona-Ausbruch nach einer Feier. Alle Partys in dem Club finden mit der so genannten 2G-Regel statt. Das heißt, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Besucher des Berghain müssen vor dem Feiern ihren Impf- oder Genesenenstatus nachweisen und ihre Kontaktdaten angeben.