Cottbus - Eine illegale Party, bei der auch ein Polizist angegriffen wurde, hat für eine AfD-Politikerin berufliche Folgen. Die Cottbuser AfD-Stadtverordnete Monique Buder wurde Medienberichten zufolge aus der Fraktion ausgeschlossen. 

Das Vertrauensverhältnis sei im Moment erheblich belastet, erklärte Fraktionschef Georg Simonek der Lausitzer Rundschau. Er verwies darauf, dass Buders Feierlichkeit der „bestehenden Eindämmungsverordung des Landes widersprochen“ habe. Die Stadtverordneten würden eine besondere Verantwortung für das Ansehen der Stadt tragen, sagte der Fraktionschef der  Zeitung. Solche Verfehlungen seien nicht zu tolerieren. 

Hintergrund war ein Polizeieinsatz kurz nach Weihnachten. In der Nacht zum 27. Dezember waren Einsatzkräfte zu der Cottbuser Wohnung von Buder alarmiert worden, weil Anwohner über eine Ruhestörung klagten. Auch Feuerwerkskörper sollen laut Zeugen aus dem Fenster gezündet worden sein. Als die Beamten eintrafen, sollen neun Frauen und Männer lautstark zusammen gefeiert haben, obwohl derzeit nur maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. 

Buder habe hartnäckig mit der Polizei diskutiert und wenig Einsicht gezeigt, hieß es. Ein 35-jähriger Gast soll zudem einen der Polizisten angegriffen haben. Als der Beamte gestürzt war, soll der Mann sich auf ihn gekniet und ihn gewürgt haben. Erst nach dem Einsatz von Pfefferspray soll der Angreifer von dem Beamten abgelassen haben. Der ganze Vorfall hatte für viel Kritik gesorgt. 

Die Polizei ermittelt nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Buder muss sich wegen des Verstoßes gegen die Eindämmungsverordnung verantworten.