Berlin - Polizisten sind bei einem Einsatz in einem Wohnhaus in Kreuzberg zufällig auf mutmaßliche Drogendealer gestoßen. Die Beamten des Abschnitt 53 waren aufgrund einer Ruhestörung am Dienstagabend zu einer Wohnung an der Friedrichstraße alarmiert worden. Als sie den Mieter über die Lärmbelästigung informieren wollten, traten noch ganz andere Dinge zutage. 

Bereits als die Einsatzkräfte das Haus betraten, habe es nach Angaben der Polizei aus einer Wohnung stark nach Marihuana gerochen. In der Einzimmerwohnung trafen die Polizisten dann auf fünf Männer, die gegen die Infektionsschutzverordnung verstoßen haben sollen. Doch die Männer hatten nicht nur gegen die Corona-Regeln verstoßen, sondern offenbar auch gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Nach einer kurzen Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten zwei Kilogramm Marihuana, das sie in einem Rucksack entdeckten. Außerdem stellten sie ein Einhandmesser, einen Teleskopschlagstock, ein Klappmesser und Bargeld sicher. Der 30-jährige Mieter musste mit auf die Polizeiwache, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde. Die anderen vier Verdächtigen im Alter von 36 bis 46 Jahren mussten die Wohnung umgehend verlassen.

Die fünf Männer müssen sich nun wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln und wegen des Verstoßes nach dem Waffengesetz verantworten.