Berlin - Die weltweite Störung scheint sich auszuweiten. Zunächst waren ab Montagnachmittag Facebook sowie die Facebook-Töchter WhatsApp und Instagram nicht zu erreichen. Jetzt werden auch Störungen bei O2, Vodafone und der Telekom in Deutschland gemeldet. Auf der Internetseite allestörungen.de haben Nutzer von Vodafone gegen 18 Uhr 12.000 Störungen angezeigt. O2-Nutzer meldeten um die gleiche Zeit knapp 3000 Störungen. Bei der Telekom waren gegen 19 Uhr über 6000 Störungen aufgetreten. Besonders betroffen sind die Großstädte München, Frankfurt/Main, Berlin und Hamburg sowie Nordrhein-Westfalen. Ob ein Zusammenhang zu dem großen Ausfall bei den Facebook-Diensten besteht, ist derzeit noch unklar. 

Doch wie kam es zu dem Facebook Crash? Laut einigen Experten verschwanden die DNS-Einträge der Facebook-Dienste aus dem Service, der den Datenverkehr steuert - damit waren sie sozusagen unsichtbar für die Netzinfrastruktur. Anders gesagt habe Facebook die Karte entfernt, dank der die Computer weltweit die Dienste des Konzerns finden, schrieb der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs. „Wenn jemand die Adresse Facebook.com in seinen Webbrowser eintippt, hat der Browser keine Ahnung, wo man Facebook.com findet und gibt eine Fehlermeldung aus.“

New York: Facebook-Techniker glauben nicht an Cyberattacke

Schlimmer noch: Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, verwies darauf, dass Nutzer und auch Software weiterhin versuchten, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste, schrieb er bei Twitter.

Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der New York Times, eine Cyberattacke als Auslöser der Probleme erscheine unwahrscheinlich. Denn die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einer Cyberattacke alle gleichzeitig offline zu bringen. Der Zeitung zufolge fiel auch das interne Kommunikationssystem bei Facebook aus.