Nach drohender Cyberattacke: Potsdam fährt Internet-Systeme wieder hoch

Fast vier Wochen lang war die Potsdamer Stadtverwaltung vom Internet getrennt. Hintergrund war eine drohende Cyberattacke. 

Eine beleuchtete Tastatur: Die Potsdamer Stadtverwaltung hat die Systeme wieder hochgefahren.
Eine beleuchtete Tastatur: Die Potsdamer Stadtverwaltung hat die Systeme wieder hochgefahren.dpa/Sebastian Gollnow

Die Potsdamer Stadtverwaltung soll schrittweise wieder ans Netz gehen: Nachdem am Montag vergangener Woche die Mail-Verbindungen wieder aktiviert worden waren, sollen ab Dienstag unter anderem wieder Beurkundungen von Neugeborenen und Sterbefällen sowie die Bearbeitung von Wohngeldanträgen und Visaverfahren möglich sein. Das teilte die Pressestelle der Stadt am Montag mit. Auch die Anmeldung und Beurkundung von Eheschließungen sowie Mutter- und Vaterschaftsanerkennungen werden dann wieder angeboten. Wohnsitzan- und abmeldungen können aber weiterhin nicht durchgeführt werden.

„Aktuell noch nicht möglich ist die Bearbeitung der Anträge für die An- und Ummeldung von Fahrzeugen. Hierfür arbeiten wir mit Hochdruck an einer Lösung“, sagte Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, laut Mitteilung. „Bis dahin können Bürgerinnen und Bürger die Dienstleistungen in der Zulassungsstelle des Landkreises Potsdam-Mittelmark nach vorheriger Online-Terminvereinbarung nutzen.“

Nach Hinweisen von Sicherheitsbehörden auf einen bevorstehenden Cyberangriff hatte die Stadtverwaltung die Verbindung zum Internet am 29. Dezember gekappt. Manche Dienstleistungen für Bürger konnten daher nicht mehr angeboten werden, wie das Beantragen eines vorläufigen Reisepasses, die An- und Abmeldung von Fahrzeugen und An- sowie Ummeldungen.