Karstädt - Nach einem Einbruch in eine Vermittlungsstelle der Telekom sind mehrere Hundert Internet- und Festnetzanschlüsse von Kunden in Nordbrandenburg weiter gestört. „Unsere Monteure arbeiten in Tag- und Nachtschichten – aber wegen der coronabedingten Abstandsregeln dauern die Arbeiten etwas länger als sonst“, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Er hoffe aber, dass die ein Dutzend durchtrennten Glasfaser- und Kupferkabel im Laufe des Tages komplett ersetzt und alle Verbindungen wieder geschaltet werden könnten. Ursprünglich hatte es von der Telekom geheißen, die Verbindungen sollten bis Dienstagabend wieder funktionieren.

2000 Anschlüsse in Brandenburg betroffen

Insgesamt 2000 Verbindungen im Landkreis Prignitz waren betroffen. Dazu kamen sechs Mobilfunkstandorte, die über die Vermittlungsstelle versorgt werden. Etwa zwei Drittel der Anschlüsse liefen bereits wieder, so der Sprecher am Mittag.

Die Polizei hält es für möglich, dass die Täter vor allem die Alarmsysteme eines Einkaufsmarkts ausschalten wollten. Demnach wurde bei einem Einbruch ein Tresor gewaltsam aufgebrochen. Zur Höhe der Beute wollte sich eine Polizeisprecherin am Mittwoch nicht äußern.