Wien - Angesichts massiv ansteigender Infektionszahlen und den ab Montag verschärften Corona-Maßnahmen nimmt die Zahl der Impfungen in Österreich deutlich zu. Allein am Samstag seien fast 32.000 Menschen geimpft worden, jeder dritte davon zum ersten Mal, meldete die Nachrichtenagentur APA am Sonntag unter Berufung auf Angaben des Gesundheitsministeriums. Einschließlich der Auffrischungsimpfungen habe es in der vergangenen Woche 213.000 Impfungen gegeben – so viele wie zuletzt Anfang August.

Insgesamt holten sich den Angaben zufolge am Samstag 10.488 Österreicher ihre Erstimpfung, 17.113 Menschen erhielten eine Booster-Impfung. Allerdings habe es schon am Freitag – also noch vor der offiziellen Ankündigung der ab Montag verschärften Regeln – einen deutlichen Anstieg der Impfungen gegeben, betonte APA.

65 Prozent der Österreicher vollständig geimpft

Ab Montag gilt für die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens in Österreich die 2G-Regelung: Der Besuch von Restaurants, Friseuren oder Veranstaltungen ab 25 Gästen ist dann nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt. Bei der Arbeit sollen weiterhin auch Tests möglich sein.

Allerdings sollen für eine vierwöchige Übergangsfrist eine erste Impfdosis in Verbindung mit einem negativen PCR-Test ebenfalls anerkannt werden. Der „Grüne Pass“ soll demnach nur noch neun Monate ab der zweiten Impfung gültig sein, um die Menschen zu einer Auffrischungsimpfung zu bewegen.

Auch Österreich hat derzeit mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen. Am Freitag stand die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen bei 9388 – nahe dem bisherigen Rekordwert von 9586, der vor etwa einem Jahr erreicht wurde. In Österreich haben 66,5 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz – leicht unter der deutschen Rate von 69 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Alpenland stand zuletzt bei 522.