Leverkusen - Nach der Explosion im Chempark in Leverkusen sind drei weitere Tote aus den Trümmern geborgen worden. Das gaben Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Donnerstagnachmittag bekannt. Aussagen zum Alter der Getöteten können die Ermittlungsbehörden demnach erst nach der abschließenden Identifizierung bekannt geben.

Die gewaltige Explosion hatte sich am Dienstagmorgen in einer Müllverbrennungsanlage des Chemparks ereignet und ein Trümmerfeld hinterlassen. 31 Menschen wurden nach Angaben der Betreiberfirma Currenta zum Teil schwer verletzt. Zwei Menschen werden noch immer vermisst. Der Betreiber des von der Detonation erschütterten Leverkusener Chemparks geht davon aus, dass alle vermissten Arbeiter tot sind.

Laut Werksleitung ereignete sich die Explosion im Tanklager der Sondermüllverbrennungsanlage des Chemieparks, in der Produktionsrückstände der dort ansässigen Firmen gesammelt und entsorgt werden. Drei Tanks mit organischen Lösungsmitteln gerieten in Brand. Darin befanden sich nach ersten Schätzungen der Betreiber 600.000 bis 900.000 Liter Lösungsmittel.