Nach Feuer im Grunewald: mehr Waldbrand-Sensoren geplant

Im August wütete ein großer Waldbrand im Berliner Grunewald. Auch vier Monate danach ist die Ursache ungeklärt. Der Senat will jetzt vorbeugen.

ARCHIV - Ein Wasserwerfer löscht die Brandstelle am Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald.
ARCHIV - Ein Wasserwerfer löscht die Brandstelle am Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald.Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Berlin-Mit Hilfe von mehr Sensoren sollen Waldbrände in Berlin künftig schneller erkannt werden. Zu einem Waldbrand-Sensor auf dem Müggelberg sollen zwei weitere im Grunewald und in Tegel hinzukommen, um Brände frühzeitig technisch aufzuspüren, wie eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Umwelt erklärte. Außerdem solle die Zahl der Hydranten in den Berliner Wäldern steigen: von 42 auf 50.

Auch vier Monate nach dem großen Waldbrand im Grunewald ist die Ursache laut Senatsverwaltung noch nicht geklärt. Es sei ein Gutachten der Polizei in Auftrag, das noch nicht vorliege. Da der Bereich seit dem Brand gesperrt sei, gebe es noch keine Bestandsaufnahme über den entstandenen Schaden oder die Regeneration des Waldes. Schätzungsweise seien rund 60 Hektar betroffen.

Im November hatte die Polizei mitgeteilt, sie bemühe sich, „die Ursache für den Brand schnellstmöglich zu ermitteln“. Im Landeskriminalamt war eine Ermittlungsgruppe „EG Grunewald“ eingerichtet worden. Die Staatsanwaltschaft hatte einen Experten des Bundeskriminalamtes für Brand- und Explosionsermittlungen beauftragt.

Polizei-Vizepräsident Marco Langner hatte im September gesagt, die Polizei gehe nicht von gezielter Brandstiftung aus. Nach ersten Zeugenbefragungen gebe es keine Hinweise darauf, dass ein Fremdverschulden vorliege und jemand von außen eingedrungen sei und bewusst „Manipulationen“ vorgenommen habe. „Mit großer Wahrscheinlichkeit können wir das ausschließen.“ Experten hielten technische Defekte oder eine Selbstentzündung von Sprengstoffen oder Akkus für möglich.

Der Brand war am 4. August in einem gesicherten Aufbewahrungsraum auf dem Sprengplatz ausgebrochen. Es gab zahlreiche Explosionen, weil die Polizei auf dem Gelände illegales Feuerwerk sowie Bomben-Blindgänger, Granaten und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg lagert. Die Löscharbeiten mit Robotern, einem Panzer und Hubschraubern dauerten mehrere Tage. Die Berliner Feuerwehr hatte ihren Angaben zufolge den schwierigsten Einsatz seit dem Krieg.