Nach Razzia: Schlagersängerin Melanie Müller beschuldigt Exfreund

Die Sängerin soll bei einem Auftritt vor einigen Wochen mutmaßlich den Hitlergruß gezeigt haben. Sie bestreitet das. Der Staatsschutz ermittelt.

Die Schlagersängerin Melanie Müller. 
Die Schlagersängerin Melanie Müller. imago/ArcheoPix

Der Schlagersängerin Melanie Müller wird vorgeworfen, bei einem Konzert im September den Hitlergruß gezeigt haben. Der Vorfall beschäftigt nun auch den Staatsschutz, dieser ermittelt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Ermittler durchsuchten zuletzt das Haus der 34-Jährigen, wie die Bild-Zeitung berichtete.

Müller weist die Vorwürfe, einen Hitlergruß gezeigt zu haben, entschieden von sich. Auf Anfrage sagte sie der Berliner Zeitung: „Das Foto ist völlig aus dem Zusammenhang eines Auftritts von mir gerissen, in dem ich singe, tanze und stimmungsvoll gestikuliere. Das Foto ist aus einer Bewegung herausgenommen und kein Hitler-Gruß“.

Melanie Müller beschuldigt Ex-Partner

Gegenüber der Bild-Zeitung sagte Müller, der Eklat um ihren Auftritt sei eine „Schmutzkampagne“, die auf ihren Ex-Lebenspartner zurückzuführen sei. Er wolle sie „in erster Linie“ verunglimpfen, ihre wirtschaftliche Existenz schädigen und ihre Kinder „stigmatisieren“. 

Ermittelt wird zudem auch noch gegen Unbekannt, weil bei dem Auftritt der Schlagersängerin von einigen Zuschauern Äußerungen mit eindeutig rechtsradikalem und nationalsozialistischem Gedankengut gefallen sein sollen.