Berlin - Mit dem Ende der Homeoffice-Regelung in der Pandemie befürchtet das Berliner Tierheim eine Abgabewelle von Hunden und Katzen. Neben ausgesetzten und sichergestellten Tieren kämen momentan auch oft schwerkranke junge Hunde ins Tierheim, sagte Sprecherin Beate Kaminski. Sie stammen vermutlich häufig aus illegalem Welpenhandel und würden vielleicht nicht zufällig ausgerechnet in den Sommerferien abgegeben. „Scheinbar sind viele jetzt wohl einfach im Weg. In Sachen Homeoffice kommt das dicke Ende vermutlich noch“, ergänzte sie.

Rund 240 Hunde und 300 Katzen leben zurzeit im Tierheim Berlin, mit 16 Hektar Fläche einem der größten in Europa. Viel mehr Hunde kann das Tierheim nicht mehr aufnehmen. Denn die meisten vertragen sich nicht mit Artgenossen und müssen einzeln untergebracht werden. Bei Katzen wird es ab 400 Miezen eng, denn auch sie verstehen sich nicht immer in Gruppen-Gehegen. Schon jetzt kann das Tierheim kaum noch Reserveplätze für Fälle bieten, in denen Veterinärämter viele Tiere auf einmal bei überforderten oder illegalen Haltern sicherstellen.