In dem bei Deutschen beliebten Urlaubsland Spanien soll die Maskenpflicht Medienberichten zufolge nach Ostern weitgehend aufgehoben werden. Das habe Gesundheitsministerin Carolina Darias den autonomen Gemeinschaften, die deutschen Bundesländern entsprechen, bei einem Treffen in Toledo vorgeschlagen, berichteten der staatliche TV-Sender RTVE und andere Medien am Mittwoch.

Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Altenheimen solle die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes noch aufrechterhalten werden. Die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht könne am 19. April vom Kabinett in Madrid beschlossen werden und kurz darauf in Kraft treten.

Isolationspflicht für Infizierte nur noch für gefährdete Menschen

Damit würden nach gut zwei Jahren Pandemie so gut wie alle Auflagen in dem Land enden. Vor zwei Wochen wurde schon die Pflicht für Corona-Infizierte aufgehoben, ihren Fall zu melden und sich in häusliche Isolation zu begeben. Nur für gefährdete Menschen gelten die bisherigen Auflagen weiter. Dazu gehören Menschen über 60 sowie solche mit einer Immunschwäche, außerdem Schwangere und Mitarbeiter des Gesundheitswesens.

Die epidemische Lage hat sich in Spanien, das zu Beginn der Pandemie besonders hart getroffen wurde, inzwischen dank einer hohen Impfrate sehr entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei sinkender Tendenz bei knapp 180 (Deutschland: 1322). Knapp 85 Prozent der Bevölkerung haben eine Grundimmunisierung erhalten (Deutschland: knapp 76 Prozent). 51 Prozent haben zusätzlich eine dritte Impfung (Deutschland: gut 58).