Nach dem sportlichen Scheitern von Paris St. Germain im Achtelfinale der Champions League droht der Führung des französischen Klubs möglicherweise ein juristisches Nachspiel. Nach spanischen Medienberichten sollen Vereinspräsident Nasser Al-Khelaifi und PSG-Sportdirektor Leonardo nach der 1:3-Niederlage bei Real Madrid Schiedsrichter Danny Makkelie in dessen Kabine bedrängt haben. Angeblich hätten sie die Tür blockiert und Schiedsrichter-Equipment zerschlagen, als der Referee sie aufforderte, die Kabine zu verlassen.

Der niederländische Unparteiische hatte den Zorn der Gäste auf sich gezogen, weil er den 1:1-Ausgleichstreffer der Spanier in der 61. Minute durch Karim Benzema trotz eines angeblichen Fouls des Franzosen am PSG-Torhüter Gianluigi Donnarumma anerkannt hatte. „Ein eindeutiger Fehler“, äußerte Leonardo nach der Partie.

PSG-Boss Al-Khelaifi soll Real-Mitarbeiter bedroht haben

Unklar blieb zunächst, ob Makkelie nur bedroht oder sogar tätlich angegriffen wurde. In seinem Bericht soll der Referee auf ein „sehr aggressives Verhalten“ der PSG-Verantwortlichen hingewiesen haben. Ein Real-Mitarbeiter habe die Szenen mit seinem Handy aufgenommen, woraufhin Al-Khelaifi ihn bedrohte haben soll. Wie die spanische Zeitung Marca berichtete, soll der PSG-Boss zum Real-Mitarbeiter gesagt haben: „Ich bringe dich um.“ Die eigenen Leibwächter mussten den 48-Jährigen zurückhalten.

Laut der Sportjournalistin Mónica Marchante von Movistar soll Al-Khelaifi außerdem in die Katakomben des Bernabéu gestürmt sein, wo er wutentbrannt den PSG-Spielern in der Umkleidekabine eine Standpauke gehalten habe. Dabei soll sogar auf Gegenstände eingeschlagen haben, hieß es.