Berlin - Weil er Rohrbomben gebaut und gezündet haben soll, muss sich ein 30-Jähriger ab Dienstagmorgen vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der Mann soll zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 acht Sprengsätze zur Explosion gebracht haben. Dabei habe er Rohrbomben aus dem Fenster seiner Wohnung in Berlin-Schöneberg geworfen, manche im Innenhof des Wohnhauses entzündet. 

In einem Fall soll ein ferngezündeter Sprengsatz, der an einem Verkehrsschild befestigt war, einen Passanten leicht verletzt haben. Die Anklage lautet unter anderem auf Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Vorbereitung eines Explosionsverbrechens. Rohrbomben sind Sprengkörper mit einem länglichen Metallrohr, das unter hohem Druck birst.