Potsdam - Die geplante Preiserhöhung für das Semesterticket für Studierende in Berlin und Brandenburg wird ausgesetzt. Die beiden Länder haben sich auf eine Übergangslösung zur Finanzierung des Semestertickets im kommenden Jahr verständigt. So soll die Anpassung der Preise über die Landeshaushalte ausgeglichen werden. 

2021 ist dann eine Entscheidung über die längerfristige Ausgestaltung des künftigen Semestertickets vorgesehen. Diese soll ab dem Sommersemester 2022 gelten. Für den Ausgleich der Tariferhöhungen sollen in den Länderhaushalten circa zwei Millionen Euro (Berlin) beziehungsweise rund 700.000 Euro (Brandenburg) bereitgestellt werden.

Semesterticket: Dauerlösung ab 2022

„Wir wollen mit dieser Lösung einen konstruktiven Austausch ohne Zeitdruck ermöglichen, um gemeinsam mit den Studierenden die unterschiedlichen Vorschläge für ein künftiges Semesterticket zu erörtern“, sagte Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin.

Der Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung Guido Beermann sagte:  Die gemeinsame Entscheidung unserer beiden Länder für eine Übergangslösung ist in dieser Situation richtig und wichtig. Gleichzeitig haben wir eine solide Basis geschaffen, um den Dialog für die künftige Regelung zum Semesterticket ab 2022 wiederaufzunehmen.“

Bislang kostet das Semesterticket zwischen 280 und 387 Euro im Jahr.