Berlin - Am Tag nach der Todesfahrt am Ku'damm in Berlin läuft der Verkehr dort wieder normal. Sämtliche Absperrungen am Breitscheidplatz waren am Donnerstag aufgehoben. Allerdings zeugten Markierungen wie etwa gelbe Farbkreise auf dem Gehweg von dem dramatischen Geschehen, bei dem ein Auto am Mittwoch eine Schülergruppe aus Hessen erfasst und deren Lehrerin getötet hatte.

Menschen haben Blumen und Kerzen niedergelegt. Vereinzelt betrachten Passanten und Touristen, die die belebte Einkaufsstraße in Berlin-Charlottenburg entlang gehen, den Ort näher.

Egbert Schmidt ist einer von ihnen. Bei dem 60-Jährigen werden Erinnerungen an Dezember 2016 wach, als ein islamistischer Attentäter dort in den Weihnachtsmarkt gefahren war. Dabei und an den Spätfolgen starben insgesamt 13 Menschen, mehr als 70 wurden verletzt. Schmidt war nach eigenen Angaben damals auf dem Weihnachtsmarkt. „Das ist wie ein Déjà-vu“, so der Berliner. „Als ich die Meldung las und die Gedächtniskirche eingeblendet war, dachte ich: Nee, schon wieder?“

Ein 29-jähriger Deutsch-Armenier war am Mittwochvormittag an der Gedächtniskirche über Gehwege des Ku'damms und der Tauentzienstraße gerast. Eine Frau starb, etliche Menschen wurden verletzt, darunter Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse aus Hessen.