Die vor über 20 Jahren ermordete Peggy Knobloch ist nun in aller Stille beigesetzt worden. Wie die Anwältin Ramona Hoyer im Auftrag der Familie am Montag mitteilte, fand die Bestattung am 6. April an einem geheimen Ort statt. Die Familie dankte im Schreiben auch der Sonderkommission der Polizei. Sie hätte ihr Versprechen eingelöst und Peggy nach Hause gebracht. „Wir wünschen uns, dass Ruhe einkehrt und uns der Raum zum Trauern gegeben wird,“ schrieb die Familie weiter.

Fall Peggy zum Cold Case erklärt

Der Fall Peggy bewegte die Deutsche Öffentlichkeit jahrelang. Das damals neunjährige Mädchen verschwand im Mai 2011 nach der Schule im oberfränkischen Lichtenberg spurlos. Eine großangelegte Suchaktion – unter anderem mit Bundeswehr-Tornados – blieb ohne Erfolg. Die Polizei verfolgte etliche Spuren, jedoch erfolglos. Erst 15 Jahre später wurden ihre sterblichen Überreste gefunden. 2004 wurde zwar ein geistig behinderter Mann aus Lichtenberg als Peggys Mörder verurteilt, in einem Wiederaufnahmeverfahren kam er aber zehn Jahre später wieder frei.

Der Fall wurde im Oktober 2020 nach fast 20 Jahren Ermittlungsarbeit offiziell zu einem Cold Case erklärt. Das Verschwinden und der Mord an ihrer Tochter beschäftigt die Mutter weiterhin: „Das so zu akzeptieren, das geht selbst nach 20 Jahren nicht“, schilderte Susanne Knobloch in der Dokumentation „Missing Peggy“.