Berlin - Ein unbekannter Autofahrer und seine beiden Mitfahrer haben bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei in Wedding mehrere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht. Wie die Polizei mitteilte, hatten Polizisten am Sonntagnachmittag versucht, auf der Schulstraße einen Audi-Fahrer zu kontrollieren. Der Autofahrer ignorierte jedoch die Signale der Polizei, wendete mit dem Fahrzeug und raste mit überhöhter Geschwindigkeit davon. 

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd soll der flüchtende Autofahrer beinahe mehrere Unfälle verursacht haben. Zusammenstöße seien gerade noch verhindert worden, weil andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig reagierten, hieß es. Nach Angaben der Polizei konnte ein unbeteiligter Autofahrer durch starkes Bremsen auf einer Kreuzung  eine Kollision mit dem Audi verhindern. Auf der Antonstraße konnte ein Pärchen gerade noch ihr kleines Kind wegziehen, als der flüchtige Autofahrer plötzlich in die Straße einbog.

Jugendlicher legt falschen Pass vor 

Auf der Kösliner Straße soll der Fahrer ausgestiegen und weggerannt sein. In dem Auto  konnten die Einsatzkräfte einen 17-jährigen Beifahrer und eine 22-jährige Beifahrerin vorläufig festnehmen. Die Frau erzählte den Polizisten, dass sie die rechtmäßige Fahrzeugführerin sei. Der 17-Jährige legte einen falschen Pass vor und behauptete, der Wagen gehöre ihm.

Um die Verwirrung aufzuklären, nahmen die Beamten den Jugendlichen zur Feststellung seiner Identität mit auf eine Polizeiwache. Dort stellten sie fest, dass er den Pass seines älteren Bruders vorgezeigt hatte. Erst weitere Familienangehörige brachten den richtigen Pass. Gegen den Jugendlichen wird nun wegen des Verdachts des Missbrauchs von Ausweispapieren ermittelt.

Im Auto fand die Polizei zudem noch Drogen und beschlagnahmten diese, genauso wie den Audi. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Fahrzeugrennens führt ein Kommissariat für Verkehrsdelikte.