„Blanker Unsinn“: Karl-May-Verlag attackiert Ravensburger

Der Chef des Karl-May-Verlags schließt sich der scharfen Kritik vieler Leser am Ravensburger-Verlag an. Der Verlag werde weiterhin seine Winnetou-Bücher verkaufen.

„Der junge Häuptling Winnetou“ ist auch im Kino zu sehen. 
„Der junge Häuptling Winnetou“ ist auch im Kino zu sehen. Leonine/Isabelle Grubert

Der Karl-May Verlag hat die Entscheidung des Ravensburger Verlags, den Verkauf des Begleitbuches „Der junge Häuptling Winnetou“ zu stoppen, scharf kritisiert. Bernhard Schmid, Chef des Karl-May-Verlags sagte gegenüber der Bild-Zeitung: „Die Kollegen von Ravensburger können wir nicht verstehen und natürlich bleibt der Karl-May-Verlag standhaft.“

Die Firma Ravensburger hatte sich zuletzt entschieden, mehrere Kinderbücher wegen Rassismus-Vorwürfen aus dem Verkauf zu nehmen. Darunter auch das neue Winnetou-Buch. Viele Leser äußerten ihr Unverständnis und warfen dem Verlag Zensur vor.

„In der unsäglichen und völlig unnötigen und jeder echten Grundlage entbehrenden aktuellen Diskussion um Karl May und seine neueste Filmadaption wird leider viel Falsches behauptet und man bleibt in der Kritik jeden Beweis schuldig,“ beklagte Schmid weiter. Der Vorwurf, Karl May sei „Kolonialist und Rassist“ sei „blanker Unsinn“. Der Karl-May-Verlag werde weiterhin seine Bücher verkaufen, so Schmid.