Der bekannte „Querdenker“ Michael B. alias Captain Future wird nun doch nicht bei einer Veranstaltung des Berliner KitKat-Clubs auflegen. In einem Facebook-Beitrag teilte der Veranstalter mit, den DJ nach einer Welle der Kritik wieder ausgeladen zu haben, „um dem Club nicht noch weiter zu schaden“. Der Tagesspiegel hatte zuerst darüber berichtet.

Die Kritik am Booking von Captain Future war groß: In den sozialen Medien wurden Videos geteilt, wie der DJ durch Supermärkte tanzte und dabei sang: „Ein bisschen Sars muss sein.“ Zudem soll er immer wieder an Veranstaltungen von Corona-Leugnern teilgenommen haben.

Im Facebook-Beitrag verteidigt sich der Veranstalter. Er habe Michael B. „als DJ, nicht als Politaktivist“ gebucht. „Es war mir nicht bewusst, dass sein Booking eine solche Welle von Hass und Negativität auslöst“, heißt es im Beitrag weiter. Zudem verteidigt der Veranstalter den DJ: Er sei kein Nazi oder Rechter, sondern ein „Anarchist mit eher linken Ideen“.

Auf Facebook erhielt die Absage viel Zustimmung. Jedoch zeigten sich einige Facebook-Nutzer irritiert über die Verteidigung des DJs. „‚Ich habe ihn als einen weltoffenen und inspirierten Menschen kennengelernt.‘ Wo waren Sie in den letzten zwei Jahren? Im Tiefschlaf?“, so ein Nutzer.